Texte

Immer wenn ich Seele lese, frage ich mich zunächst: „Was meint der Schreiber, wenn er von der Seele spricht?“ Ist die Seele das innerste Wesen des Menschen, all sein Denken, Fühlen und Empfinden, all das, was uns einzigartig macht in unserer Person? Oder ist die Seele der körperlose, unsterbliche Teil des Menschen, sozusagen das Göttlich, das dem Menschen in der Schöpfung durch Gottes Atem eingehaucht wurde, vom Ursprung her von Gott kommend und damit auch unvergänglich?
Unsere Seele ist meiner Ansicht nach beides. Unsere Seele ist unvergänglich und einzigartig. Sie ist das, was uns als Individuum ausmacht.

Der zweite Teil in der Themenreihe "Toleranz - eine unmögliche Tugend? Zwischen Populismus und "Political Correctness" findet am 2. Dezember in unserer Mennonitenkirche statt. Wie immer diskutiert ein prominent besetztes Forum zu einem zentralen Thema. Überschrieben ist dies in diesem Monat mit der Aussage: "Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber..." - Über zahlreiche Teilnehmende würden wir uns sehr freuen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei und wird gemeinsam mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg ausgerichtet.

„Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ 2. Korinther 3,17 „Frei, endlich frei!“ So viele Menschen können in so vielen Situationen es sagen oder zumindest fühlen. Ein Volk, das viele Jahre unter dem Joch des Unterdrückers gelitten hat, erreicht endlich die Unabhängigkeit, und spricht solche Worte aus. Aber: Auch der Verbrecher, nachdem er seine Strafe abgesessen hat, kann es ebenso sagen, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird. Die Ehefrau, die jahrelang von ihrem tyrannischen Ehemann niedergemacht und kleingehalten wurde, kann es laut schreien, wenn die Scheidung endlich durch ist.

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Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.