Diese Seite drucken

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht

geschrieben von Ruth Wedel

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräer 11, 1) - Was heißt Glauben, christlich glauben? Drei Marksteine nennt der Schreiber des Hebräer-Briefes: auf Gott hoffen — und das in fester Zuversicht tun — nicht zweifeln an der frohen Botschaft, auch wenn sie uns nicht in handfesten Bildern präsentiert wird, wie es der „ungläubige Thomas“ gern gehabt hätte.

Die Worte unseres Monatsspruchs zeichnen kein Bild, aber sie verströmen eine Mut machende Glaubens-gewissheit. Meine Mutter sprach selten von ihrem Glauben. Aber immer wieder einmal zitierte sie diesen von ihrem Pfarrer gesprochenen Vers, der sie berührt und begleitet hat.

Wie sprechen Zuversicht, Hoffen, Nichtzweifeln am Unsichtbaren zu mir? Lebe ich mein Leben in diesen Dimensionen?

Als hungrige Schülerin fand ich einmal mehrere Tage hintereinander unter meinem Klassentisch ein Frühstücksbrot. Ich habe nie die freundliche Geberin erfahren. Für mich war es ein Engel, den ich nie zu Gesicht bekommen habe, aber dem mein Mangel nicht verborgen geblieben war und der mich gestärkt hat.

Foto: DSC05073 von Irv Kagan - Bestimmte Rechte vorbehalten

Gelesen 1249 mal