Ich werde Durstigen aus der Quelle des Wassers des Lebens zu trinken geben, umsonst.

geschrieben von Markus Hentschel

„Der Herr ist mein Hirte/ mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue/ und führet mich zum frischen Wasser.“ So beginnt der uns vertraute Psalm 23. Seit der Kindheit bekannt, trägt er die kindliche Lebenszuversicht und Einstimmung darein mit sich, auf die Gabe des Lebens und seinen Schutz angewiesen zu sein. Gott sagt sich zu als die Quelle des Lebens. Er sieht unseren Mangel. Er sieht unsere Dürre. Er fühlt unsere Bedürftigkeit. Ihm geht unser Begehren nahe.

Er macht sich unseren Lebensdurst zu eigen. Er zähmt unseren Durst nicht, er mahnt uns nicht zur Entsagung, sondern schenkt uns voll ein. Gott sieht unseren Durst nicht nur. Seine Zusage fließt vielmehr über in sein Tun. Er quillt über vor Leben für uns. Die Lebensressource, die Gott ist, unterliegt keinen Marktgesetzen. Gott verknappt und verteuert sich nicht, Gott ist keine Ware. Gott gibt sich hin. Gott verschenkt sich um unseres Lebensdurstes willen, um ihn zu stillen, immer wieder.

Darum schmerzt und beschämt es zu sehen, wie Menschen mit den Ressourcen des Lebens umgehen, die ihnen geschenkt sind. Time is money! Nichts ist umsonst! Sei deine eigene Ich-AG!

Konkret auf die Ressource „Wasser“ bezogen lese ich auf der Seite www.weltagrarbericht.de z.B.: „Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands beträgt 159,5 Milliarden m³ Wasser pro Jahr – jeder Bürger verbraucht am Tag 5.288 Liter Wasser. Für die Hälfte der konsumierten Produkte wird das Wasser im Ausland verbraucht. Das meiste virtuelle Wasser importiert Deutschland in Kaffee, Kakao, Ölsaat, Baumwolle und Sojabohnen.“ Zugleich rechnen die Vereinten Nationen damit, dass in acht Jahren 1,8 Milliarden Menschen in Regionen leben, die von großer Wasserknappheit betroffen sind.

Der Umgang mit den geschenkten irdi-schen Ressourcen spiegelt nicht die Freigiebigkeit Gottes, die allen gilt, sondern unterliegt einer Mischung aus Angst, zu kurz zu kommen, und Verschwendung und vertieft ungerechte Ungleichheit.
Wer aber vom Wasser des Lebens trinkt, will es mit anderen teilen, wessen Lebensdurst gestillt wird, der möchte dies wie auf einem Fest erfahren, das viele mitfeiern.

Foto: Wasserfall von Michael Beer - Bestimmte Rechte vorbehalten

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Monatslosung

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.

Matthäus 2, 10

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.

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