geschrieben von  Peter J. Foth

Laienpredigertum

In mennonitischen Gemeinden ist es üblich, dass Laien predigen. Nach dem Glaubensverständnis der Täufer und Täuferinnen des 16. Jahrhunderts stellt die Bibel die einzige bindende Schrift für das Leben und die Verkündigung dar. Darauf gründend werden alle Gemeindemitglieder als mündige Christen und Christinnen verstanden, die eigenverantwortlich lernen sollen, die biblische Botschaft zu verstehen und mit ihr verantwortlich umzugehen.

Die ehrenamtlichen Prediger und Predigerinnen treffen sich vierteljährlich auf Predigtseminaren, bei denen haupt- und ehrenamtliche Predigerinnen und Prediger aus mehreren norddeutschen Gemeinden sich theologisch fortbilden und über aktuelle Fragen der Gemeindearbeit sprechen. Die Schwerpunkte dieser Wochenenden werden gemeinsam festgelegt und von allen Teilnehmenden vorbereitet.

Die Gemeinde kann die Laienpredigenden ordinieren, indem die Gemeindeversammlung der entsprechenden Person das Vertrauen ausspricht und sie für sieben Jahre wählt. Durch eine Bestätigung in der Gemeindeversammlung verlängert sich die Amtszeit um jeweils sieben Jahre.

Ordinierte Laienprediger und Laienpredigerinnen sind befugt, das Abendmahl auszuteilen sowie Taufen, Trauungen oder Beerdigungen vorzunehmen.

Der Predigtdienst durch Laien aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen sowie Lebensumfeldern wird als Bereicherung des Gemeindelebens empfunden.

 

Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.