Bericht aus dem Gemeindeleben
In unserer Gemeinde sind sehr viele Gruppen aktiv und arbeiten an ganz unterschiedlichen Themen. Viele von ihnen stellen ihre Arbeit in diesem Gemeindebrief vor. Wenn wir Hauptamtlichen aus unserer Sicht die Arbeit des letzten Jahres beschreiben, so wird sich einiges mit den anderen Berichten überschneiden.
Neben den regulären Gottesdiensten, die auch dank unserer Ehrenamtlichen regelmäßig stattfinden können, gab es viele besondere Gottesdienste. Einige seien hier erwähnt. Gleich zu Beginn des Jahres haben wir zum letzten Mal im Kreise der Norddeutschen Prediger und Predigerinnen ein Wochenende verbracht und Gottesdienst gefeiert. Nach 25 Jahren hat sich die Aufgabe dieses Kreises verschoben und die Aktiven werden sich langsam zurückziehen. Fortbildungen im Rahmen der „Vereinigung“ (VDM) sollen in Zukunft anders organisiert werden. Danke allen, die auch aus unserer Gemeinde so lange aktiv waren!
Pastorin Martina Basso hat bei uns gepredigt. Vorausgegangen war ein Seminar über den Entwurf einer Friedenserklärung der Vereinigung, bei dem sich viele aus unserer Gemeinde rege beteiligten. Die Friedenserklärung wurde Ende 2009 verabschiedet und wird bald im Druck vorliegen. Im März fand bei uns die Mitgliederversammlung der Vereinigung der deutschen Mennonitengemeinden (VDM) statt. Nach 12 Jahren als Vorsit-zender und nach 15 Jahren Mitglied im Vorstand schied Bernhard Thiessen aus diesem Gremium aus. Corinna Schmidt hat den Vorsitz übernommen, so dass die Arbeit und die Inhalte der „Vereinigung“ auch in Zukunft eng mit unserer Gemeinde verbunden bleiben.
Ein besonderer Höhepunkt war für einige von uns die Weltkonferenz der Mennoniten, die dieses Mal in Paraguay stattfand. Auch aus unserer Gemeinde waren Jugendliche und Erwachsene dort und sie haben die Gemeinde an ihren Er-lebnissen, Fotos und inhaltlichen Er-kenntnissen teilhaben lassen in besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen in Altona, in Wedel und auch an anderen Orten.
2009 haben wir wieder an der langen Nacht der Kirchen teilgenommen. Immer wieder stellt sich die Frage, wie wir uns darstellen wollen. Es hat sich bewährt, keine allgemeine Veranstaltung durchzuführen, sondern auf spezifische mennonitische Inhalte zu setzen: Geschichte und Merkmale der Mennoniten und unser Friedenszeugnis. Durch eine Turmbesteigung war für Mutige ein ande-rer Blick auf unseren Stadtteil möglich. Die Ökumene vor Ort leben wir, indem wir regelmäßig mit unserer evangelischen Nachbargemeinde einen Openair-Gottesdienst feiern. Als unsere Groninger Geschwister zu Gast waren, besuchten wir die Kapelle in der Hafencity, wo wir bei dem Projekt „Brücke“ Trägermitglied sind. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Universität vermittelt durch Fernando Enns, und in Gremien, vertreten durch Gerda Brouër, belebt unsere ökumenischen Beziehungen.
Neben den regulären und besonderen Sonntagsgottesdiensten hatten wir außerordentliche Gottesdienste zu zwei Hochzeiten und einer Silberhochzeit. Sogar eine goldene Hochzeit mit richtiger Trauung feierten wir, da damals vor 50 Jahren keine kirchliche Trauung stattfand.
Frauentage und Frauengruppe sind in der Gemeinde wichtige Orte der Begegnung. Treffen sich in der Frauengruppe regelmäßig 7-8 Frauen, so sind wir an den Frauentagen 16-20 Frauen aus den Gemeinden Hamburg und Lübeck. Im vergangenen Jahr war die intensive Beschäftigung mit der Bibel in gerechter Sprache so intensiv und anregend, dass der Wunsch aus der Gemeinde kam, im neuen Jahr nicht nur 2, sondern 3 Frauentage zu erleben. Das werden wir tun. Wie jedes Jahr haben auch im Vergangenen Frauen aus der Gemeinde sich an der Vorbereitung zum Weltgebetstag beteiligt, der in der Paul-Gerhard-Gemeinde stattfand. Die Fastenwoche Anfang April war wie jedes Jahr eine intensive Zeit. Einen Mann hatten wir in unserer Mitte, dem diese Tage genauso gut gefielen, weil es Zeit der Besinnung, Begegnung und Bewegung ist.
Im Frühjahr erlebten wir die erste Predigtpreisverleihung des von Annelie Kümpers-Greve ausgelobten Preises in unserer Gemeinde. Ernst Christian Driedger aus der Gemeinde Kohlhof war der erste Preisträger.
Im Oktober hatten wir Denny D. Weaver zu Gast. Predigt und Vortrag zu seiner Kreuzestheologie brachten uns ins Gespräch. Immer wieder ist es belebend die Chance zu haben, über den innermennonitischen Tellerrand zu blicken.
Neben diesen erfreulichen Ereignissen gab es allerdings auch viele traurige Begegnungen: Menschen, die wir begleitet, haben in Krankheit, Tod und Trauer. Durch die Ehrenamtlichen, die aktiv sind - in diesem Zusammenhang gilt unser Dank besonders dem Besuchkreis -. haben wir ein wenig den Rücken frei, uns in der Begleitung und Seelsorge immer mal wieder auch mehr Zeit nehmen zu können. Selten hatten wir in den letzten Jahren so viele Todesfälle, wie in diesem Jahr: 16 Gemeindeglieder verstarben. Besonders feierlich und bewegend ist da der Gottesdienst am Ewigkeitssonntag, an dem an alle Verstorbenen in besonderer Weise gedacht wird.
Unsere Gemeinde lebt auch von Begegnungen auf Freizeiten, an denen wir teilnehmen oder die wir selbst organisieren. So fand dieses Jahr unsere Frühjahrsfamilienfreizeit wieder in Neustadt/Ostsee statt.
Auch haben wir uns wieder in Eutin zur alle zwei Jahre stattfindenden Gemeindefreizeit getroffen und wir haben eine Tauffreizeit in unseren Räumen für Jugendliche aus vier Gemeinden durchge-führt. Frauen aus der Gemeinde sind aktiv bei der Frauentagung. Unsere Kinder und Teens gehen auf die Osterfreizeit der Mennonitischen Jugend (MJN). Unsere Jugendlichen gehen zu den Sommer- und Silvesterfreizeiten sowie Jugendtagen der MJN. Durch den Wechsel und die zeit-weilige Vakanz bei der Leitung in der MJN sind wir eingesprungen, so haben Brigitte Schulz, Gerrit Wiens und Bernhard Thiessen eine Schulung für mitarbeitende Jugendliche organisiert, Niklas Peemöller und Leo Elsner haben das Camp in Polen maßgeblich organisiert, Maren und Thomas Schamp haben die Leitung der Jugendfreizeit in Kroatien ü-bernommen und Maren Schamp hat den Jugendtag inhaltlich gestaltet. So ist unsere Gemeinde auch in der überregionalen Mennonitischen Gemeinschaft sehr aktiv eingebunden. Herzlichen Dank allen, die hier mitwirken.
Diese ganzen Aktivitäten freuen uns und sind Zeugnis für eine vitale Gemeinde, und doch darf uns das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch immer wieder die Erfahrung machen, dass die Hintergrundarbeit und die Lasten solcher Veranstaltungen auf den Schultern weniger liegen. Manchmal denken wir, dass wir zu viel manchen, manchmal denken wir, dass wir mehr Verantwortliche haben sollten. Wenn wir auch in Zukunft die heute gezeigte Gestalt der Gemeinde leben wollen, dann brauchen wir mehr Mitarbeitende aus dem Bereich der jungen Erwachsenen und Menschen mittleren Alters, die sich verantwortlich engagieren. Hier müssen unsere zukünftigen Anstrengungen noch mehr konzentriert werden. Jede und jeder, aber eben besonders diese mittlere Generation, möge für sich und für andere die Fragen beantworten:
Was wünsche ich mir von meiner Gemeinde? Was bin ich bereit zu geben? Wie wird mein christlicher Glaube durch Gott gestaltet? Und wie wird er in der Ge-meinde und in der Welt sichtbar? Also nicht nur fragen, „was bringt mir das“, sondern auch fragen: Was kann ich der Gemeinde bringen?
Von der Beantwortung dieser Fragen wird es auch ein wenig abhängen, was aus unserer Gemeinde in 5 oder 10 Jahren wer-den wird. Gott möchte uns als seine Werkzeuge in dieser Welt einsetzen, doch eine gewisse Bereitschaft bei uns braucht er dazu.
Möge uns Gott in unserem persönlichen Leben, aber auch im Leben der Gemeinde begleiten und bewahren – auch im kommenden Jahr.
Das wünschen sich
Corinna Schmidt und Bernhard Thiessen
Kirchenrat
Der Kirchenrat traf sich im Jahr 2009 zu elf monatlichen Sitzungen, um seine verfassungsgemäßen Tätigkeiten auszuüben. Auf zusätzlichen Sitzungen wurden Fragen der Gemeindeentwicklung und zur mennonitischen Friedenserklärung erörtert.
Auf der ordentlichen Gemeindeversammlung im Februar 2009 wurde Veronika Elsner neu in den Kirchenrat gewählt. Auf der außerordentlichen Gemeindeversammlung im August 2009 wurde die Amtszeit von Pastor Bernhard Thiessen durch das Gemeindevotum und seine Zustimmung um weitere sieben Jahre bis zum August 2016 verlängert. Bernhard Thiessen steht uns gemäß seiner Ankündigung nach dem Jahr 2016 nicht mehr als Pastor zur Verfügung.
Unsere hauptamtlichen Pastoren Bernhard Thiessen und Corinna Schmidt sowie unsere ehrenamtlichen Prediger und Predigerinnen hielten im Jahr 2009 zuverlässig regelmäßige Gottesdienste ab. Auch für das Jahr 2010 wird es voraussichtlich wieder gelingen –wenn auch unter Schwierigkeiten-, regelmäßige wöchentliche Gottesdienste abzuhalten. Hierfür gilt unser herzlicher Dank.
Unser langjähriger Kirchenrat und Altdiakon Prof. Dr. Berend Brouër verstarb im April 2009.
Einzelne Kirchenratsmitglieder sowie Delegierte der Gemeinde vertraten die Gemeinde auf zahlreichen außergemeindlichen mennonitischen und anderen Veranstaltungen wie z.B. VDM-, AMG-, IMO-, Hilfswerk-, ARGE-, ACKH- und Menndia-Sitzungen, Verabschiedung von Peter Wiebe, des Vorsitzenden der Gemeinde Lübeck, mennonitische Weltkonferenz in Paraguay, 25-jähriges Dienstjubiläum von Ott-Heinrich Stobbe, dem Ältesten der Gemeinde Bremen, 200-Jahrfeier der vereinigten Mennonitengemeinde in Groningen.
Der Kirchenrat organisierte Arbeitseinsätze zur Pflege der Gebäude und des Friedhofs und er beauftragte Handwerker für erforderliche Instandhaltungsarbeiten am Kirchengebäude. Im Hinblick auf die Einhundertjahrfeier unseres Kirchengebäudes im Jahr 2015 wurden bereits Pläne und Prioritätenlisten zur Instandhaltung, Verbesserung und Verschönerung des Kirchengebäudes entworfen.
Der Kirchenrat hat entschieden, die Gemeinden in Berlin und Niedergörsdorf sowie das Friedenszentrum in Berlin weiterhin finanziell zu unterstützen. Pastorin Corinna Schmidt und Rebecca Froese erhielten als Delegierte der Gemeinde Hamburg bzw. der Norddeutschen Jugend für ihre Teilnahme an der Weltkonferenz im Juli 2009 in Paraguay Reisekostenzuschüsse. Der Taxi-Fahrdienst für unsere älteren Gemeindeglieder wurde mit finanzieller Unterstützung von Menndia erweitert.
Unsere Gemeinde konnte in diesem Jahr einerseits ein neues Gemeindeglied begrüßen, verlor jedoch durch 16 Todesfälle und 4 Austritte andererseits 20 Glieder.
Der Kirchenrat nimmt mit großer Freude die zahlreichen Aktivitäten und Initiativen von Gemeindegliedern und deren Freunde zur Kenntnis, die vielfältig zum Gemeindeleben beitragen. Es ist nicht immer leicht, hierbei den Überblick zu behalten, die notwendigen Abstimmungen auszuführen und einen Konsens zu erreichen. Der Kirchenrat hat daher ein Gemeindekonzept entwickelt, welches der Gemeinde auf der nächsten Gemeindeversammlung vorgestellt werden wird.
Der Kirchenrat dankt allen angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie den vielen Helfern und Sponsoren der Gemeinde für ihr Engagement sehr herzlich.
Holger Brehm
Kreis der Predigenden
Unser Kreis traf sich im Jahre 2009 elf mal. Im wesentlichen blieb die Struktur unserer Zusammenkünfte erhalten: zu Beginn ein Gedankenaustausch zu einem anstehenden Predigttext, die inhaltliche und organisatorische Gestaltung von besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen, z.B. der Gemeindefreizeit in Eutin, und Gespräche über Personen aus der Gemeinde, die in irgendeiner Form Unterstützung benötigen. In diesem Bereich ergibt sich dann auch ein interner Kontakt mit dem Besuchskreis.
Das Projekt „Gottesdienst-Werkstatt“ wurde mit den Teilnehmenden des Vorjahres erfolgreich weitergeführt. Es gab drei Treffen zur Vorbereitung eines Gottesdienstes am 10. Mai, an dem alle mitwirkten. Mit Hilfe von bereitgestellten Kommentaren und Gesprächsrunden konnten sich die Teilnehmenden intensiv vorbereiten. Die Gemeinde nahm diesen besonderen Gottesdienst mit Interesse auf. Einzelne Teilnehmende wirkten im Laufe des Jahres in Gottesdiensten mit oder gestalteten sie selbst. Wir hoffen auf weiteres Engagement, denn die Werkstatt soll auf Wunsch der Teilnehmenden im Jahr 2010 weitergeführt werden. Im November gab es ein erstes Planungstreffen mit einer Auswertung der letztjährigen Erfahrungen und den Wünschen für die weitere Fortbildung. Dazu gehört auch die Gestaltung des „Jahres der Stille“. Für Januar und Februar sind drei weitere Termine vorgesehen.
Im Rückblick auf besondere Gottesdienste und Veranstaltungen ergeben sich immer wieder neue Gesprächsansätze. So werden wir uns näher mit den Begriffen AgapeMahl / Abendmahl auseinandersetzen. Im Mai hielt Ruth Wedel im Rahmen ökumenischer Mitarbeit eine Mittags-Andacht in der Kapelle des „ökumenischen Forums Hafen-City“. Für 2010 übernimmt Jens Fieguth die Vertretung des Predigenden-Kreises im Kirchenrat.
Für das neue Jahr erbitten wir Gottes Segen für unser Reden und Handeln in der Gemeinde.
Ruth Wedel
Kinder, Teens und Familien
Viele lebendige Kindergottesdienste haben wir gefeiert, im Gottesdienst mitgewirkt, ein Sommerfest gefeiert, ein Krippenspiel eingeübt. Ungefähr alle 2 Wochen treffen sich Kinder und Teens in ihren Gruppen, um biblische Geschichten zu hören und nachzuerleben. Beim gemeinsamen Anfang sitzen Kinder zwischen 0 und 16 Jahren im Kreis, um miteinander zu singen, zu beten oder Geburtstage zu feiern. Dass die "Großen" noch immer mitmachen, finde ich besonders schön.
Höhepunkte waren mal wieder die Kinder- und Teensnachmittage, zu denen ca. 80 - 100 Personen aus der eigenen und umliegenden Gemeinden sowie dem Stadtteil kamen. Es herrscht immer eine besonders gute Stimmung bei diesen Treffen. Auch die Familienfreizeit an der Ostsee bleibt vielen Familien in guter Erinnerung.
Im Herbst startete eine neue Gruppe für Eltern mit ihren Kleinkindern. Sie nennen sich die "Samstagmennos". Außerdem fand im Oktober eine Tauffreizeit in den Räumen der Hamburger Gemeinde statt, an der Teenies aus Hamburg, Hannover, Lübeck und Göttingen teilnahmen.
Für alle - Eltern und Kinder - war der 3. Advent besonders ergreifend. In einem musikalischen Gottesdienst lernten wir Lara, ein behindertes Mädchen, und ihre Mutter kennen. Die Kinder hatten vorher schon viel über Lara erfahren, gebastelt und eifrig Delfinkekse gebacken, die an zwei Sonntagen in der Gemeinde verkauft wurden. Dank dieser Aktion und vieler Spenden konnte die Gemeinde über 1.900 € für die ersehnte Delfintherapie beisteuern!
Schon jetzt beginnen die Planungen für den Kinderweltgebetstag am 6. März. Wir laden alle herzlich dazu ein!
Maren Schamp-Wiebe
Singkreis oder Chor?
Ins Leben gerufen wurde dieser Kreis ursprünglich, um 20- bis 40-Jährige zu erreichen, damit sie sich treffen und kennenlernen können. Damit das nicht im luftleeren Raum stattfindet, haben wir auch gesungen. Mittlerweile ist aus dem Singkreis dank der Leitung von Fernando Enns ein „Chörchen“ geworden. Und nach den Auftritten in den letzten Gottesdiensten reden manche schon von einem echten Chor. Wir wollen einerseits gern und gut singen, andererseits möchten wir aber die Eintrittschwelle in den Chor so niedrig wie möglich halten, denn wir wollen offen sein für alle, die Freude am Singen haben und einigermaßen den Ton halten können. Es ist keine Konzertstimme erforderlich! Wir singen meist Lieder aus dem Gesangbuch und von Fernando Enns mitgebrachte englischsprachige Lieder. Wir freuen uns über alle, die auch neu zu uns dazukommen, also nur Mut!
Die Mitgestaltung bei den Gottesdiensten hat uns große Freude gemacht (z.B. Sommerfest, Erntedankfest, Goldene Hochzeit und bei der Weihnachtsfeier). Besonders das Singen am dritten Advent war für uns bewegend und ein Höhepunkt des Jahres. Hier konnten wir für das be-hinderte Kind Lara singen und Spenden sammeln.
Unser besonderer Dank gilt Fernando Enns und auch Claus Seifert, der uns am Klavier begleitet.
Übrigens musiziert Claus Seifert auch mit unseren Teens. Vermutlich werden wir beim nächsten Kindertag im März wieder etwas von ihnen hören.
Bernhard Thiessen
Bibliotheks-Komitee
Nur dank einer geduldigen und peniblen Arbeit kann eine Bibliothek gedeihen. Im letzten Jahr konnte das Bibliotheks-Komitee diese Arbeit leisten und den Zustand unserer Büchersammlung verbessern. Bei fast monatlichen Treffen wurden grundsätzliche Fragen diskutiert (z.B. das Problem des fehlenden Regalplatzes), notwendige Entscheidungen getroffen, die Sichtung des Bestandes abgeschlossen und eine Neuordnung der Bücher auf den Regalen vorbereitet. Die Katalogisierung des Bestandes wurde auch fortgesetzt. So wird die Bibliothek besser geordnet und für die Gemeinde besser benutzbar.
Trotzdem ändert sich vieles. Einige überflüssige Bände wurden wie in den letzten Jahren veräußert und eine ganze Reihe von Neuanschaffungen wurde getätigt. Wir haben auch einige Schenkungen bekommen, u.a. ein großes Konvolut von Peter Klaassen. Hierfür und ebenso für die Spenden von Gemeindegliedern an die Bibliothek bedankt sich das Komitee herzlich.
Um einige Neuanschaffungen zu präsentieren, veranstaltete das Komitee am 22. März eine Büchervorstellung. Aus dieser gut besuchten Veranstaltung wuchs der Wunsch, einen Lesezirkel zu gründen. Dieser jetzt genannte Literaturkreis hat sich schon zweimal getroffen und zählt mittlerweile zehn engagierte Leserinnen und Leser. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die am 18. November vom Komitee organisierte Lesung mit Rudy Wiebe. Der volle Gerrit-Roosen-Saal zeugte vom lebhaften Interesse der Gemeindeglieder für diesen mennonitischen Autor. Solche Begeisterung beflügelt die Arbeit des Komitees, die im neuen Jahr weitergeht.
Dennis Slabaugh
Besuchsdienstkreis
Nun gibt es ihn schon seit eineinhalb Jahren, unseren Besuchskreis, und wir sind noch alle mit viel Freude dabei. Ja, wir haben uns noch vergrößert um ein Glied. Wir sind jetzt acht "normale" Gemeindeglieder und die beiden Pastoren. Wir treffen uns jeden letzten Freitag im Monat um 10 Uhr in der Bibliothek. - Und was machen wir da? Zum einen freuen wir uns auf das Wiedersehen, denn es verbindet uns inzwischen allerhand, zum anderen sind wir gespannt, wer was zu berichten hat. Auf diese Weise lernen wir unsere Gemeinde, besonders die etwas Älteren, etwas besser kennen. Es ist uns inzwischen auch gelungen, unter einigen mehr Kontakt herzustellen und sie so mehr am Gemeindeleben teilhaben zu lassen. Das war das eine unserer Ziele vom Anfang, das andere ist: möglichst alle Gemeindeglieder über 70 zum Geburtstag zu besuchen oder anders zu grüßen, was auch als kleine Entlastung für die Hauptamtlichen gedacht ist. Ganz wichtig sind uns in dieser Hinsicht auch die Kranken!
Um solche Kontakte zu knüpfen und solche Besuche zur Freude aller Beteiligten zu gestalten, braucht man auch einiges Wissen. Deshalb haben wir bei fast jedem Treffen ein Thema, das wir mit Hilfe von Corinna Schmidt und Unterstützung von Bernhard Thiessen bearbeiten, z.B. mit Fallbeispielen und im Erfahrungsaustausch. So haben wir schon einiges gelernt über z.B. Demenz und Fragen in der Seelsorge.
Ein Ergebnis des Besuchskreises ist auch der Taxifahrdienst, der seit Februar durchschnittlich zweimal im Monat Menschen zum Gottesdienst holt und wieder nach Hause bringt.
Beim Oktobertreffen hatten wir Friedhelm Janzen, den neuen Referenten für Altenarbeit in der VDM, zu Besuch. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.
Gerne wollen wir auch in diesem Jahr weiterarbeiten und damit an der Gemeinde bauen helfen. Dazu eine Bitte: Wenn Sie jemanden wissen, der krank ist oder aus einem anderen Grund gerne einen Besuch hätte, sagen Sie im Büro Bescheid.
Mechthild Schulz
Ausstellungskomitee
Das Ausstellungskomitee – Brigitte Becker, Renate Enns, Magrete Wulf-Slabaugh, Dorothee Sperber- gestaltet seit über 3 Jahren schwerpunktmäßig die Wände im Gerrit-Roosen-Saal.
Ziel ist, einer Vielfalt an Themen, Auseinandersetzungen und Impulsen Gestaltungsraum zu geben als Dokument, Abbild, Spiegel, als Herausforderung, Anreiz, Vision von lebendiger Gemeinde.
Das können sein:
• Dokumentationen/Reportagen (Fotografie, Plakate, Collagen...) von Aktivitäten der einzelnen Gemeindegruppen (Beispiele: Weltgebetstag, Gemeinde-, Familien-, Kinder-, Jugendfreizeiten, besondere Feste, Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde HH ....)
• Thematische Bezüge zum Kirchenjahr (Bilder, Fotografie, Plakate...) – z.B. Passionszeit, Ewigkeitssonntag, Erntedank, Weihnachten...
• Impulse von KünstlerInnen (Malerei, Fotografie, Druck...), gerne auch aus dem Hamburger Raum, die zu ethischen, religiösen, sozialen Themen arbeiten
2009 gab es folgende Ausstellungen:
Januar bis Februar: „Licht“ – Drucke von Aquarellen von E. Münch
März: „Papua-Neuguinea“– Fotoausstellung zum Weltgebetstag 2009
April bis Mai: „Afrikanischer Kreuzweg“ – Drucke von Holzschnitten von A. Mbatha
Juni bis September: „Ihr seid das Licht der Welt“ Collage von Bildern der erwachsenen TeilnehmerInnen (Acryl und Graphitstaub)bei der Familienfreizeit in Neustadt 2009
Oktober bis Dezember: „Vaterunser“ - Wandgestaltung auf Fahnen mit Drucken von Aquarellen von A. Felger
Derzeit sind Makro-Aufnahmen von Blüten zu sehen, fotografiert von Regina Ruge aus der Gemeinde Hamburg.
Dorothee Sperber
Unser Kirchengebäude in der Mennonitenstraße – 2009
Im Jahr 2009 hat das Bauteam die Sanierung am Gebäude klar in den Vordergrund gestellt.
Bei der Haushalts-Planung und Festlegung für 2009 hat der Kirchenrat nochmals 40.000 € bereitgestellt. Dies jedoch nicht ohne Bauchschmerzen und abwägende Diskussionen. Es gab Jahre, da wurde der Bedarf an Sanierung am Gebäude unterschätzt. Jetzt zeigen sich erhebliche Mängel am und im Gebäude und dem gesamten Komplex inklusive der Grundstückszäune und Grundstücksmauern.
Die von mir im Bericht 2009 geäußerten Sorgen betreffend der Grundleitungen (Abfluss und Regenwasser) haben sich im Jahr 2009 durch mehre erhebliche Verstopfungen bewahrheitet. Diese entstandenen Kosten sind leider nicht planbar und kommen unerwartet.
Dringende Arbeiten am Außenmauerwerk waren in diesem Jahr die Kellertrockenlegung neben dem Eingangsportal. Der Aushub von außen war durch die Sandberge nicht zu übersehen. Die Kellerwände wurden saniert und mit einer Drainage versehen. In diesem Zusammenhang wurden auch die Regenwasserableitungen rechts und links mit den tatsächlichen notwendigen Anschlüssen an die Abwasser-Siele geprüft und hergestellt und durch Rohrkameras die Wege und der Zustand der Rohre überprüft. Die alten vorhandenen Grundzeichnungen sind leider nicht verlässlich. In diesem Zusammenhang wurden die gefundenen Rohrleitungen und die neuen in den vorhandenen Grundzeichnungen ergänzt. Das hat sich bereits bei einer erneuten Verstopfung am 23.12.2009 bewährt. Außerdem wurden Teile des Außenmauerwerks im Bereich Jugendkeller, Terrassen-Brüstung und der Fugensockel in diesem Bereich bis zum Seiteneingang sowie Teile des Mauerwerks in der Ecke Gemeindesaal / Kirchenschiff saniert.
Die im Bericht 2008 aufgeführten Schleifarbeiten der Türen, Rahmen, und Fußleisten im Flur / Gang zum Büro + Pastorat wurden tatkräftig von Bärbel und Rudi Fieguth in Angriff genommen. Die Lackarbeiten hat eine Malerfirma ausgeführt. Diese Vorarbeiten sind langwierig, von einer Firma ausgeführt fast nicht bezahlbar. Die Gesundheit erforderte auch eine Arbeitspause. Hier wird es 2010 weiter- gehen. Einen herzlichen Dank dafür. In den Flurbereichen vom Seiteneingang zur Küche wurden die Malerarbeiten der Wände und Decken ergänzt.
Für alle Arbeiten wurden in 2009 ca. 30.000 € ausgegeben. Durch Verhandlungen konnte der Preis für die Sanierung des Kellers und des Mauerwerks reduziert werden. Für diese Aufgabe und die Vor-, Betreuungs- und Nachgespräche mit den Handwerkerfirmen ist Jens Fieguth zu danken.
Für 2010 haben wir uns die Sanierung der Elektrik von Grund auf und in weiten Teilen des Gebäudes vorgenommen. Es geht soweit, dass die Firma Vattenfall einen neuen stärkeren Hausanschluss von der Langenfelderstraße durch die Mennonitenstraße ins Gebäude legen muss. Die Leistung des jetzigen Hausanschlusses ist am Limit angekommen. Verlegte Leitungen entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheits- und Brandschutzstandards. Erst nach dieser Erneuerung kann mit den Planungen der Vorhalle weitergemacht werden.
In konkreten Umsetzungs-Planungen ist die Beleuchtung auf den Stufen und dem Weg zur Kirche. Die Grundleitungen, Fenster und das Außenmauerwerk des Gebäudes und den gesamten Komplex müssen wir weiter im Auge haben. Neben der Funktionalität werden auch weiter verschönernde Renovierungen wichtig und notwendig sein. Es sind erhebliche Anstrengungen in der Zukunft nötig. Alleine aus dem laufenden Haushalt und den Rücklagen ist eine Sanierung ggf. bis zum Jubiläum 2015 nicht finanzierbar. Hier bedarf es neuer Ideen und neuer Konzepte.
Weitere Informationen kann ich gerne auf der Gemeindeversammlung geben.
Für das Bauteam:
Burkhard Froese
Friedhof Holstenkamp
Im vergangenen Jahr 2009 wurden auf unserem Friedhof 306 Bestattungen, davon rd. 75 % als anonyme Urnenbegräbnisse ausgeführt.
Die Anzahl der Bestattungen und die Einnahmen aus den Friedhofsgebühren sind gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleich geblieben.
Am 4. April und am 14. November fanden Arbeitseinsätze auf dem Friedhof zum Zusammenharken und Entsorgen von Rasenschnitt, Moos und Laub statt, wie gewohnt unter reger Beiteilung überwiegend älterer Gemeindeglieder und einiger neuer Mitwirkender.
Die Firma Dau sorgte wie zuvor über das Jahr mit Friedhofsgärtner Wolfgang Preußner und Hans-Peter Scholte für die gärtnerische Pflege des Friedhofs und die Ausführung der Bestattungen.
Holger Brehm





