Mennonitengemeinde Hamburg - Altona

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Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens

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Ausländer sind besondere Menschen. Sie tragen zwei Welten in der Brust, die eine voll des Alltags ihrer Umgebung, die zweite voll der Erinnerung und der Sehnsucht. Die zweite bleibt immer bei ihnen, wo immer sie sind. In ihren Herzen spüren sie die Rhythmen der Heimat, erleben ihre früheren Wege immer wieder neu, nehmen die Gerüche und Geschmäcke ihrer Heimat noch aus der Erinnerung wahr. In ihren Herzen "sehen" sie, woher sie gekommen sind, was sie ausmacht, was sie glücklich stimmen kann. Sie sehen im wahrsten Sinne, wo sie sind, wo sie hingehören und was ihnen Identität gibt. Die Welt ihrer Heimat bleibt ihnen lebendig. Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
Epheserbrief 1, 18


Christen sind besondere Menschen. Früher - so der Verfasser des Epheserbriefes - waren sie tot, schuldig, süchtig, aus der Bahn geworfen, und taten das, was ihnen einfach in den Sinn kam. Jetzt sind sie anders: dem Messias verbunden und gläubig. Sie haben das Evangelium angenommen und den Heiligen Geist empfangen. Kurz gesagt: Sie sind Gottes Eigentum geworden, freigekauft durch Jesus Christus aus ihrem alten Leben. Nur: Diese  Änderung  ist  den

Christen, ist uns, vielleicht nicht immer präsent. Intellektuell können wir vielleicht begreifen, was Jesus für uns getan hat, wie er unsere Existenz geändert hat. Aber: Fühlen wir das; erleben wir das? Deshalb müssen die Augen unseres Herzens erleuchtet werden, dass wir "sehen", d.h. innerlich verstehen, lebendig wahrnehmen, was Gott durch Jesus mit uns macht.

Christen sind wie Ausländer in dieser Welt. Zuhause in der Welt des Alltags, spüren sie trotzdem die Rhythmen ihrer eigentlichen Heimat, "sehen", wohin sie gehören, schmecken das echte Leben. Vielleicht übersehen sie die ganz Fülle der Kräfte, die Gott ihnen gegeben, und die Änderungen, die Gott in ihren Leben erwirkt hat. Vielleicht nehmen sie das geschenkte Leben nicht wahr. Gott hilft uns aber sehen, d.h. innerlich zu verstehen und lebendig wahrzunehmen, wie anders und besonders wir sind. Wie leicht es ist, uns selbst als Christen anzuschauen und dann zu glauben, wir sind nichts besonderes. Aber bedenken Sie: Was für eine Zukunft wir haben; wie reich unser Erbe ist; wie groß seine Macht ist, an der wir im Glauben Anteil haben! Und: Diese Zukunft können wir jetzt leben; das Erbe der Liebe können wir jetzt genießen; in der Kraft seiner Macht können wir Berge versetzen. Glauben Sie es? Schauen Sie mit den Augen des Herzens!